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Der Name

Der Name "von Piechowski" findet in der Literatur zahlreichen Niederschlag. Hierzu einige Beispiele:


 "Der polnische Adel"  2. Band von Emilian von Szeliga Zernicki, Hamburg, 1900; Seite 194 :

Piechowski    Wappen Monsztern. (Mondstern)  -  Wojewodschaft Pommern 1324, Preussen, Liefland 1778. Wappen: ursprünglich ein silberner Stern. Erhielten als Vermehrung von dem Ordenshochmeister von Trier dessen Wappen: einen goldenen Halbmond, der unter den Stern gestellt wurde. Dieses neue Wappen, das auch die Tarbort führen, nannten sie Monsztern. Sie gelten altpreussischen Stammes. Sie nannten sich zuerst Kosobut, Kossobuth, auch Kossbuth, von 1324 ab Piechowic (Piechowitz, Piechowicz), von 1476 ab Piechowski. In Zweigen führten sie die Beinamen Colat, Skoczek, Skoczycz, Nagnioth, Zyla, Sieczka, Zaraw, Zuroch und Pazatka. Dienten in der Preussischen Armee. Huldigten Preusssen 1772, Führten um 1825 in Polen den Adelsbeweis.


"Deutsches Adelslexikon" Bd.7 von H. Kneschke, Seite 144 :

Piechowski   Ein dem polnischen Stamme Leliwa einverleibtes Adelsgeschlecht, welches in Westpreussen begütert wurde. Dasselbe sass bereits 1782 zu Piechowice und Podlesie im Kr. Behrent und noch 1820 zu Czapiewice im Kreis Conitz
( Freih. v. Ledebur II  S.198)


"Herbarz Polski" von Kaspar Niesiecki Band 11 (Nachtrag) Leipzig 1844, Seite 334 - 340:

Dieser Artikel liegt uns im poln. Original vor. Der Text ist nicht einfach zu übersetzen, da er viele lateinische Zitate enthält und in einem Stil geschrieben ist, der recht viel historisches Hintergrundwissen voraussetzt. Glücklicherweise hat sich auf diese Webseite hin Heiko von Piechowski aus Gronau bei mir gemeldet und eine Übersetzung zur Verfügung gestellt, die wesentlich verständlicher ist als die unsrige. Vielen Dank ! Ebenfalls Vielen Dank an Herrn von Pazatka Lipinski !

Hier nun der obige Artikel von Kaspar Niesiecki in einer neuen (sinngemäßen) deutschen Übersetzung:
NB: Der Inhalt dieses Beitrags entspricht nicht in allen Punkten dem Stand der heutigen Forschung; vieles ist strittig - trotzdem gebe ich hier alles so wieder, wie von K. Niesiecki verfasst.

Piechowski vom Wappen Monsztern (Mondstern). Dieses Wappen ist so gestaltet, wie das polnische "Leliwa" Wappen.. Das Wappen setzte sich aus zwei Elementen zusammen: Einem fünfzackigem (silbernen) Stern mit einem nach oben gehenden Strahl; dies war das ursprüngliche Wappen der Kossobuds, und dann kam ein liegender goldener Halbmond als Feudalsymbol dazu. Der goldene Halbmond ist nämlich das Hauswappen der deutschen Ordensmeister - der Kreuzritter
mit vererbbaren Lehen (Gütern).
Das Haus Piechowski stammte aus Preussen. Die Vorfahren stammten noch von der polnischen Krone ab (Hochadel)  und sind im 13. Jhd. mit deutschen Fürsten und tschechischen Königen den Kreuzrittern zu Hilfe gekommen und hier (=Hinterpommern) geblieben, bzw siedelten sich an. Die (heutigen) Piechowskis stammen also sowohl von den Älteren des Preussengeschlechts als auch von den bereits ansässigen Slawen ab.
I.
In einer Urkunde vom Jahre 1324 werden die aus Kossobud gebürtigen Piechowskis erstmals erwähnt. Diese Urkunde beinhaltet einen Vertrag, der auf dem Schloss zu Schlochau in eben diesem Jahr geschlossen wurde zwischen Fürst Dytherich von Lichtenhayn (Ordenskommandeur der Kreise Schwetz und Schlochau) einerseits, und einem gewissen Nicolaus von Kossobud zusammen mit seinen Brüdern. Dieser Nicolaus von Kossobud wurde "Nicolaus der Wohlweise" genannt. In jener Zeit , nämlich noch zur Herrschaft des Hochmeisters Karl Beffart von Trier (Hochmeister = der Obere eines Ritterordens) war Friederich von Wildenburg Provinzialmeister von Preussen. Dieser Provinzialmeister gab ebenfalls seine Zustimmung zu jenem Vertrag, der zum Inhalt hatte, dass dem Nicolaus von Kossobud und seinen Brüdern ein Lehnadelsprivileg nach Pommerschem Lehnsrecht zugewiesen wurde. Sie erhielten als Erbteil das Dorf des Ordensschatzes; Damianowa, auch Dombrowa genannt und später noch die umfangreichen Ländereien von Piechowic (Aussprache: Piächowitz) Die Ethymologie des Namens Piechowic stammt daher, dass diese Ländereien wegen ihrer sandigen Böden "Piechu" geannt wurden, was so viel bedeutet wie "sandiger Kummer" (Piach = Sand).
Die Kossobuds (NB. auch Kossobudh geschrieben) nannten sich nun "von Piechowic" oder nach neuem (!) Dialekt "die Vasallen von Piechowitz". ("Vasall" ist die Bezeichnung für einen Lehensmann, der vom Lehnsherren Land oder einen Herrschaftsbezirk bekommt und dafür zu militärischen u.a. Gegenleistungen verpflichtet ist)
Piechowice liegt zwei Meilen von Kossobud entfernt, wo von den Ordensrittern eine Kreuzritterburg erbaut worden war, die jedoch während des 13-jährigen Krieges im Jahre 1454 zerstört wurde. Diese Burg gehörte damals zur Woiwodschaft (Kreis ) Tuchel. Später unter der Herrschaft der preussischen Könige wurde dieses Gebiet jedoch dem Kreis Konitz zugeschlagen.
1410  Zur Regierungszeit des Hochmeisters Ulrich von Jungengen , zeichnete sich nach der unglücklich verlaufenen Schlacht bei Tannenberg/Grunwald, am 14 Juli , gegen Wladislaw den III. Jagiellonen, Stybar von Piechowicz aus. Kurt (Kort) von Piechowicz verteidigte lange die Stadt und das Schloss von Tuchel.
1454  , als der 13-jährige Krieg gegen den Deutschen Orden begann, schlugen sich für die allgemeine Freiheit Albrecht von Kossobuth Piechowicz und Otto II.von Kossobuth Piechowicz als Bürger und Soldaten der Polischen Krone.
1521  Während des 2-jährigen Krieges in Preussen mit Albert, dem Hochmeister des Ordens und Markgrafen von Brandenburg wurden Mikolaj (Nicolaus) und Jerzy berühmt, wie eine Lobrede bestätigt, die Michal (Michael) Piechowski, dem Weihbischof von Przemysl, im Jahre 1721 von zwanzig Jesuiten gewidmet wurde.
Weitere Nachrichten aus jener Zeit sind nicht zu erlangen, denn die Dokumente verbrannten während des Krieges im Ordensland Preussen, wie es das Privileg von 1529 bestätigt.
II.
Aus Band I der "Gesetze und Verordnungen der Polnischen Regierung und des Grossherzogtums Litauen" ist zu entnehmen, dass wieder einmal pomerellische Herzöge, nämlich die Brüder Jerzy und Barnim in Danzig ein Lehen für die pomerellischen Kreise Bütow und Lauenburg annahmen.
1526  Polens König Zygmunt I. bestätigt den Piechowski am Tag vor dem Fest der Geburt St. Johannis des Täufers nicht nur die Rechte , die schon das erste Ordensprivileg aus dem Jahre 1324 enthielt, sondern auch die Umwandlung des Lehens in ein Allodium, wie das sein Vater , König Kazimierz (Kasimir) der Jagiellone, bereits 1476 mit preussischem Land getan hatte.

wird fortgesetzt

 

 

 

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